So kann ein KI-Regelwerk für ein Unternehmen aussehen
Dieses Beispiel zeigt, wie aus einer konkreten Ausgangslage verständliche interne KI-Regeln entstehen können.
Das Beispielunternehmen
Das Unternehmen nutzt KI bereits im Arbeitsalltag. Einige Punkte sind geklärt, andere werden bislang von Fall zu Fall entschieden.
Beratungsunternehmen mit regelmäßigem Kundenkontakt.
Vor allem für Textentwürfe, Recherche und interne Zusammenfassungen.
Schriftliche Vorgaben und klare Zuständigkeiten fehlen noch.
Es gibt bisher keine eindeutige interne Vorgabe zur Dateneingabe.
KI-generierte Inhalte werden nicht immer nach demselben Verfahren geprüft.
Bei neuen Tools und Unsicherheiten fehlt eine feste Ansprechperson.
Fünf beispielhafte KI-Spielregeln
Das vollständige Regelwerk enthält weitere Regeln und nächste Schritte. Hier siehst du einen beispielhaften Ausschnitt.
Freigegebene KI-Tools
Für geschäftliche Aufgaben dürfen ChatGPT und Claude verwendet werden. Andere KI-Anwendungen werden vor der Nutzung intern abgestimmt.
Kunden- und Unternehmensdaten
Vertrauliche Kundeninformationen, personenbezogene Daten und interne Dokumente dürfen nur dann in ein KI-Tool eingegeben werden, wenn die Nutzung dafür ausdrücklich freigegeben ist.
Prüfung von KI-Ergebnissen
KI-generierte Texte, Analysen und andere Ergebnisse werden vor einer geschäftlichen Weiterverwendung fachlich geprüft.
Externe Kommunikation
Inhalte, die an Kunden oder andere externe Empfänger gehen, dürfen nicht ungeprüft aus einem KI-System übernommen werden.
Neue KI-Tools
Neue KI-Anwendungen werden vor ihrer regelmäßigen geschäftlichen Nutzung mit der zuständigen Person abgestimmt.
Weitere Themen im vollständigen Regelwerk
Je nach Ausgangslage können weitere Punkte besonders wichtig werden.
- interne Verantwortlichkeiten
- Kennzeichnung und Transparenz
- Dokumentation relevanter KI-Nutzung
- Umgang mit neuen Anwendungen
- Weiterentwicklung der internen Regeln
Das Regelwerk orientiert sich an der Ausgangslage
Keine allgemeine Blankovorlage
Die Regeln greifen konkrete Angaben des Beispielunternehmens auf. Dadurch stehen Themen im Vordergrund, die für dieses Unternehmen tatsächlich relevant sind.
Weil beide Anwendungen bereits im Unternehmen genutzt werden.
Weil bisher keine eindeutige Regel für Kunden- und Unternehmensdaten besteht.
Weil bisher kein einheitliches Prüfverfahren vorhanden ist.
Weil noch keine feste interne Ansprechperson benannt wurde.
Was das Unternehmen als Nächstes klären sollte
Neben den eigentlichen Regeln kann das Regelwerk konkrete organisatorische Schritte ableiten.
KI-Ansprechperson benennen
Eine Person festlegen, an die sich Mitarbeitende bei Fragen zu Tools, Daten und Freigaben wenden können.
Datennutzung konkretisieren
Intern festhalten, welche Kunden- und Unternehmensdaten in den freigegebenen KI-Tools verarbeitet werden dürfen.
Prüfung verbindlich machen
Klären, wer KI-generierte Inhalte vor einer externen Verwendung fachlich prüft.
Wie würde dein eigenes KI-Regelwerk aussehen?
Dein Unternehmen nutzt andere Tools, hat andere Abläufe und vielleicht bereits einige Regeln. Der KlarRegel AI Check erfasst diese Ausgangslage und zeigt zunächst, wo noch Regelungslücken bestehen.
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